Objekte:

Pappakotta-Armee

Fred & Dianne Thompson aus Whitehorse, Y.T., Kanada, verbrachten im Sommer 1996 ihren Urlaub in Gambia (Westafrika). Sie wohnten im am besten erschlossensten Gebiet Gambias, der Kombo – St. Mary Area im Senegambia Beach Hotel, welches über einen üppigen botansichen Garten verfügt.

Fred & Dianne, beide begeisterte Hobbyflieger, charterten in Banjul ein Flugzeug um die Landschaft zu erkunden. Auf dem Weg zum Yundum International Airport besuchten sie das SOS Kinderdorf in der Nähe von Bakoteh. Von Yundum aus überflogen sie zunächst das im Süden des Landes gelegene „Krokodilbecken Folonko“ um dann direkten Kurs auf das nördliche Albreda zu nehmen. Bis zum Flughafen schafften sie es nicht mehr. Ihre Maschine, mit technischen Problemen kämpfend, zerschellte an der Anlegestelle von Albreda. Die Mandingo-Händlerin Ndye Manneh, eine Serahuli-Töpferin und ein mauretanischer Kaufmann die zufällig am Strand Skat spielten, bargen die beiden Leichen.

Durch den Aufprall der Maschine entstand ein 2,50 m tiefer Krater. Nach Bergung des Flugzeuges wurden im Krater erste Überreste der sagenumwobenen „Pappakotta-Armee“ sichtbar. Die Pappakotta-Armee gehörte dem König Magha Diabe von Wagadu. Der Legende folgend, schloss der König einen Pakt mit einer heiligen Schlange, die ihm Fruchtbarkeit, Gold und Regen zusicherte. Im Gegenzug sollte die Schlange einmal jährlich eine Jungfrau erhalten. Als einmal die Reihe an ein Mädchen war, dass ein junger Krieger sehr liebte, beschloss dieser, die Schlange zu töten.

Die sterbende Schlange weissagte eine plötzliche große Dürre und verwandelte so die Armee des Königs in eine körperlose Papphülle – der Pappakotta-Armee.

Horst Engel 2000